
„Wie wird aus einem Pin eigentlich Geld?“ Diese Frage bekomme ich oft von Frauen, die zwar wissen, dass Pinterest für ein Nebeneinkommen genutzt werden kann, aber nicht so genau verstehen, wie der Weg vom Pin bis zur ersten Einnahme eigentlich aussieht.
In diesem Beitrag bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten – ganz ohne Fachchinesisch.
Der erste wichtige Punkt: Pinterest selbst zahlt dir kein Geld
Anders als du vielleicht denkst, gibt es bei Pinterest kein direktes Auszahlungssystem wie etwa bei YouTube. Pinterest bringt dir Besucherinnen – was du mit diesen Besucherinnen machst, entscheidet über dein Einkommen.
Der Weg sieht vereinfacht so aus:
- Jemand sucht bei Pinterest nach einem bestimmten Thema
- Sie sieht deinen Pin und findet ihn interessant
- Sie klickt auf den Pin
- Sie landet auf der Seite, die hinter dem Pin verlinkt ist
Der Pin selbst verkauft also nicht – er öffnet nur die Tür. Was hinter dieser Tür passiert, entscheidet, ob daraus tatsächlich eine Einnahme wird.
Möglichkeit 1: Affiliate-Marketing
Beim Affiliate-Marketing empfiehlst du ein Produkt, das nicht dir gehört. Kauft jemand über deinen Link, bekommst du eine kleine Provision – ganz ohne eigenes Produkt, ohne Kundenservice und ohne Lagerhaltung.
Ein Beispiel: Du erstellst einen Pin zum Thema „Beste Bücher für berufstätige Mütter“. Der Pin führt zu deinem Blogartikel, in dem du Bücher empfiehlst – mit einem Affiliate-Link. Kauft jemand darüber ein Buch, erhältst du eine Provision.
Der Vorteil: Der Einstieg ist niedrigschwellig. Der Nachteil: Einzelne Provisionen sind meist klein. Der Erfolg entsteht hier über die Menge an Besucherinnen über einen längeren Zeitraum – nicht durch einzelne große Verkäufe.
Möglichkeit 2: Digitale Produkte
Die zweite Möglichkeit sind eigene digitale Produkte, zum Beispiel:
- E-Books
- Checklisten oder Vorlagen
- Kleine Online-Kurse
- Druckvorlagen (Printables)
Der große Vorteil: Ein digitales Produkt musst du nur einmal erstellen – danach kannst du es unbegrenzt oft verkaufen. Kombiniert mit Pinterest als dauerhafter Besucherquelle entsteht so ein System, das auch dann noch Einnahmen bringen kann, wenn du gerade nicht aktiv arbeitest.
Ein kurzer Vergleich
| Affiliate-Marketing | Eigenes digitales Produkt | |
|---|---|---|
| Startaufwand | Niedrig | Etwas höher |
| Verdienst pro Verkauf | Meist gering | Meist höher |
| Kontrolle über den Preis | Keine | Volle Kontrolle |
| Guter Einstieg für Anfängerinnen | Ja | Ja, oft als zweiter Schritt |
Viele starten mit Affiliate-Marketing, weil der Einstieg einfacher ist, und bauen später ein eigenes digitales Produkt auf, sobald sie mehr Erfahrung gesammelt haben.
Warum Geduld hier der eigentliche Erfolgsfaktor ist
Zwischen dem ersten Pin und der ersten Einnahme liegt fast immer eine Phase, in der scheinbar „nichts passiert“. Genau in diesem Moment geben die meisten Anfängerinnen auf – kurz bevor es eigentlich losgeht.
Das liegt daran, dass Pinterest Zeit braucht, um neue Pins und Profile einzuordnen. Besucherzahlen wachsen anfangs langsam und dann zunehmend schneller. Auch Vertrauen bei Affiliate-Links oder Bekanntheit bei eigenen Produkten braucht Zeit, um sich aufzubauen.
Was in den ersten 30 Tagen realistisch ist
Realistisch: Der Aufbau von Profil, Pinnwänden und ersten 20 bis 30 Pins, erste sichtbare Besucherzahlen sowie ein erstes Gefühl dafür, welche Themen bei deiner Zielgruppe funktionieren.
Nicht realistisch: Nennenswerte Einnahmen bereits im ersten Monat, große Besucherzahlen oder „virale“ Pins mit riesiger Reichweite. Das ist völlig normal – kein Grund zur Sorge.
Stell es dir wie einen Garten vor: In den ersten Wochen siehst du noch keine Früchte, aber unter der Erde passiert bereits eine ganze Menge.
Der Weg im Ganzen
Egal ob Affiliate-Marketing oder eigenes digitales Produkt – beide Wege basieren auf demselben Prinzip: Besucherinnen gewinnen, die über einen längeren Zeitraum kommen, statt nur an dem Tag, an dem du postest.
Wenn du verstehen möchtest, wie du diesen kompletten Weg – von deinem ersten Pin bis zu deiner ersten Einnahme – konkret für dich umsetzt, findest du die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu in meinem Workbook „Pin für Pin zum Nebeneinkommen“.



